Mein 1. Duathlon
Sonntag, 25. April 2010Nachdem eine liebe Lauffreundin mich beim letzten sonntäglichen IVV Lauf dazu verquatscht hat, beim Güdinger Jedermannsduathlon und ich mich natürlich, zuhause angekommen, sofort angemeldet habe, bin ich immerhin zweimal zuvor geradelt. Einmal sonntags mit Silas hintendrauf und einmal donnerstags. Immerhin habe ich damit meinen persönlichen Radel-Rekord aus 2009 ohne Mühe toppen können. Aber selbst wenn ich nicht dafür trainiert habe, zum Spaß kann man immer mitmachen und ankommen werd ich auch. So dachte ich mir das zuvor. Und da ich ja immer völlig naiv und unvorbereitet zu solch, für mich neuen Veranstaltungen, erscheine, hab ich gestern abend und heute früh schon mal drüber nachgedacht, was mich so erwartet, ob ich alles richtig mache usw. Aber nachdem mein Rad einen auch für Mountainbike passenden Platz gefunden hatte und alle Helfer wirklich hilfsbereit den Einsteigern mit Rat und Tat zur Seite standen, lösten sich meine Bedenken schnell in Luft auf. Vor dem Start traf man noch das ein oder andere bekannte Gesicht, die sich aber alle auf die Langdistanz wagten. Nach dem Startschuss begab sich das überschaubare Feld der Jedermannsduathleten auf die asphaltierte und recht ebene Strecke. Und da 5 km laufen nun wirklich nichts ungewöhnliches für mich ist, konnte ich dies auch richtig genießen. Im Ziel angekommen, stand mein Rad leider nicht mehr dort wo ich es abgestellt hatte.. oh schreck… aber es war zum Glück schnell gefunden, der Helm aufgezogen und ich lief zum Aufsteige- und Startpunkt für die Radstrecke. Die ersten 10 km radeln machten richtig Spaß, ich konnte mich vom Laufen ausruhen, der Fahrtwind war angenehm, nur die Tatsache, dass ich von sehr vielen, die ich beim Laufen hinter mir gelassen hatte, nun überholt wurde und das vor allem sehr zügig und problemlos. Naja. Auf der zweiten Runde war es dann schon etwas härter, die Ebenen waren nicht wirklich eben und ich musste ganz schön drantreten, um nicht völlig an Geschwindigkeit zu verlieren. Vor und hinter mir weit und breit kein anderer Athlet zu sehen. Ich hatte schon die Befürchtung, sie könnten die Streckenposten schon weggeräumt haben. Aber zum Glück war das nicht der Fall. Schließlich hatte ich die Radstrecke geschafft, brachte das Rad zu seinem Platz und lief los. Ganz so schlimm wie erwartet fühlte sich das Laufen gar nicht an, allerdings so auf dem ersten Kilometer hatte ich das Gefühl überhaupt nicht von der Stelle zu kommen, die Beine liefen zwar aber ohne Streckengewinn. Vor mir war noch immer niemand zu sehen und so lief ich , immer besser in Fluss kommend das erste verwinkelte Stück der Strecke ab. Schließlich sah ich vor mir einen Läufer, den ich dann auf halber Strecke überholen konnte. Unten an der Saar waren dann noch mehrere Läufer etwa 100 Meter vor mir. Das Laufgefühl wurde auf der geraden ebenen Strecke besser und ich begann, trotz Hitze und Luftmangel zu versuchen auf die vorderen Läufer aufzuschließen. Dies gelang mir auch, aber sie wollten mich nicht vorbeilassen, so dass ich warten musste, bis die Strecke wieder breiter wurde. Nun ging es auf die letzten 500 m. Dort verschärfte ich mein Tempo und konnte doch noch drei Läufer überholen. Dann sah ich eine Frau vor mir, die mich auf der ersten Radrunde überholt hatte, aber die schaffte ich nicht mehr, es war zu wenig Strecke übrig, so dass ich direkt hinter ihr in den Zielkanal einlief. Das war ein super gutes Erlebnis, es hat so Spaß gemacht. Danke an Conny, dass du mich überredet hast, danke an Bernd, der mir sein Fahrrad geliehen hat und jetzt weiß ich auch, was diese Wettkämpfe ausmacht. Am Ende einer Disziplin ist man immer froh, wenn man auf die nächste wechseln kann:-)


