Über mich

Der Welt der Tiere war ich schon als kleines Kind verfallen und das hat sich bis heute nicht geändert. Nach meiner Ausbildung zur Pferdewirtin mit Schwerpunkt Zucht und Haltung, musste ich diesen Beruf leider aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Daraufhin habe ich eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten absolviert. Meine Freizeit verbringe ich fast ausschließlich mit den Tieren.

Ich wurde 1979 in Backnang/ Ludwigsburg geboren, da mein Vater zu der Zeit in Baden Württemberg arbeitete. Im Alter von zwei Jahren siedelten wir sodann ins Saarland zurück. Mein Herz hatte ich schon in frühester Kindheit den Tieren verschrieben. Mein erstes eigenes Tier bekam ich mit fünf Jahren, ein Zwergkaninchen namens Lotta. Von da an wuchs unser damaliger Familienzoo ständig. Es kamen, Katzen, weitere Kaninchen, Hamster, Farbmäuse, Frettchen, Meerschweinchen und weitere. Trotz stetigem Betteln und Bitten durfte kein Hund bei uns einziehen. Lediglich Urlaubsgäste und Nachbarshunde durfte ich betreuen. Schließlich hatte ich im Sommer 1992 meine Mutter so weichgeklopft dass wir unseren Duxi aus dem Tierheim holten. Nachdem ich dann durch Schulfreunde einige Male auf dem Hundeplatz des MV Urexweiler an einigen Übungsstunden teilgenommen hatte, war ich in der Welt des Hundesports gefangen. Jede freie Minute verbrachte ich auf dem Hundeplatz, lernte durch Fleiß und durch viele erfahren Hundeführer. Etliche Wochenenden nahmen die Teilnahme auf Wettkämpfen und Prüfungen in Anspruch. Durch die Unterstützung von Vereinskollegen konnte ich ebenfalls an überregionalen Meisterschaften teilnehmen. Leider bleibt mir heute nicht mehr soviel Zeit, den Hundesport so akribisch wie damals auszuüben, jedoch verbringe ich möglichst viel Zeit mit den Hunden und auch mit dem Training für anstehende Prüfungen. Wenn ich nicht gerade arbeite oder Hundesport betreibe, habe ich Zeit für meine ruhigeren Hobbys. Ich bin nämlich ein totaler Bücherfan. Wenn möglich habe ich etwas zum Lesen in der Hand, sobald ich mich in sitzender Position befinde. Ebenso gerne schreibe ich auch selber Geschichten und Gedichte.

So kam ich auf den Bouvier

Nach langem Betteln und Flehen durfte ich 1992 endlich den ersten eigenen Hund bekommen. Zuvor musste ich mich immer mit Pflegehunden und Urlaubsgästen begnügen. Duxi war im Tierheim geboren und wir nahmen ihn mit sieben Wochen zu uns. Eine Mischung aus Dobermann, Münsterländer und Labrador. Obwohl er eigentlich ein Familienhund werden sollte, hatte ich Duxi bei jeder Möglichkeit bei mir. Ein Traumhund für Anfänger. Nach ein paar Wochen überredeten mich Freunde, doch mal auf den Hundeplatz zu gehen. In kürzester Zeit hatte der Hundesport alle anderen Hobbys verdrängt. Zu dieser Zeit war ich regelrecht abgeneigt von Rassehunden und hatte mehrere verschiedene Mischlinge. Mit allen habe ich erfolgreich Hundesport betrieben. Den Bouvier habe ich bereits zu Anfang meines Hundebesitzer-Daseins kennen gelernt. Allerdings handelte es sich bei dem Tier um einen Hund aus der Dissidenz, welches sich eher träge über den Hundeplatz bewegte. Allerdings muss man eingestehen, dass die Hündin wirklich ein Seelchen war. Nachdem ich über den Hundesport auch viele neue Bekanntschaften machen konnte, lernte ich auch Roland und Susanne Schmitz aus der Eifel kennen. Roland hatte zu dieser Zeit zwei Bouvier Hündinnen: Djanga und Hayat, welche damals gerade vier Monate alt war. Trotz dass wuschelige schwarze Hunde mit vielen Haaren im Gesicht zu diesem Zeitpunkt alles andere als attraktiv auf mich wirkten, fand ich diese Bouviers von Roland einfach klasse. Hayat und Djanga waren zwar von ihrer Art verschieden, aber jede für sich eine richtige Persönlichkeit. Mit Roland habe ich mich ganz oft darüber unterhalten, was ich denn als nächstes für einen Hund bekommen könnte. Mittlerweile wollte ich auf jeden Fall einen Rassehund aus einer guten Zuchtstätte. Nur über die Rasse war ich mir noch unklar. So gingen einige Jahre ins Land. Längere Zeit hatte ich Roland und Susanne gar nicht gesehen. Als wir uns dann bei einer Bekannten trafen, erzählte er mir, dass seine Hayat gerade Welpen habe, elf Stück und wir sollten sie uns doch mal ansehen kommen. Das ließ ich mir natürlich nicht nehmen. So besuchten wir die Welpen erstmals mit fünf Wochen erstmals. Mit keinem Gedanken bin ich dorthin gefahren, mir einen Hund auszusuchen. Ich hatte zu dieser Zeit meinen Duxi und einen Jack Russell Terrier, beide aus dem Tierheim. Ich wollte auch gar keinen weiteren Hund. Aber kaum hatte ich die Welpen erblickt, schlich sich schon eine Hündin mit einem gelben Bändchen in mein Blickfeld. Dieser Welpe hatte es mir angetan. Obwohl die Welpen alle schwarz waren und bis auf zwei Rüden alles Hündinnen, diese kleine gelbe hatte etwas. Vehement wies ich alle zurecht, die plötzlich versuchten mich von einem dritten Hund zu überzeugen. Ich weiß nicht wie es geschah, sobald ich am Wochenende Zeit hatte, setzte ich mich ins Auto und fuhr vom Saarland in die Eifel, um bei den Welpen zu sein. Dabei lernte ich auch mehr und mehr die erwachsenen Bouviers kennen und schätzen. Fest stand, ich wollte einen Allroundhund. Mit dem ich Hundesport machen konnte und der im Alltag brauchbar war. Mir wurde bewusst, dass der Bouvier genau solch ein Hund war, wie ich ihn mir wünschte. So ergab es sich wie von selbst, dass ich diese kleine “gelbe” Hündin mit acht Wochen übernahm. Ich kann nur sagen, dass dies eine richtig gute Entscheidung war, über die ich noch immer sehr froh bin. Alisca Jolie du Grand Bijou, so hieß das wuschelige Tier, war von Anfang an, ein toller Hund. Als Welpe aus einer hervorragenden Aufzucht war sie durch nichts aus der Ruhe zu bringen und für alles zu begeistern. Grundsätzlich setze ich mir für mich und meine Hunde zwar schon Ziele, aber ich habe die Hunde vorerst einmal als Hunde, als tierische Kumpel, die mich durch mein Leben begleiten, wenn sie sich für Zucht und Sport eignen ist das schön und wenn nicht, dann macht es auch nichts. Schließlich besteht das Leben aus ganz viel Alltag, den man gemeinsam mit dem Hund bewältigen kann.

Grundgedanken zur Hundezucht

Hundezucht ist für mich ein heikles Thema. Es gibt viele Hunde, eigentlich zu viele. Die Tierheime sind voll, die Zeitungsanzeigen geben auch genügend her. Deshalb ist es eine große Verantwortung wenn man trotzdem züchtet. Ich habe lange mit mir selber gehadert. Trotzdem bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es verantwortungsvolle Züchter geben muss, die ihre Rasse fördern und erhalten wollen. Nur so können wir Hunde züchten, die absolut alltagstauglich und wesensfest sind. Dadurch heben wir uns deutlich von den Hundevermehrern ab, die hinter ihrer Vermehrung nur den finanziellen Vorteil sehen. Ihnen sind Erbkrankheiten genauso egal wie der Charakter der Elterntiere. Ich will durch meine Zucht dazu beitragen, dass die Welpenerwerber einen Hund aus einer artgerechten menschenbezogenen Aufzucht erhalten, welcher von wesensfesten gesunden Eltern abstammt. Wenn ich mir einen Welpen kaufe, weiß ich vorher nicht ob es ein Schönheitschampion oder ein Weltmeister im Hundesport wird. Es ist mir auch gleich, denn als erstes hab ich den Hund als Hund, wenn er sich für Zucht und Sport oder eines von beiden eignet ist es gut, ansonsten ist es auch gut. Es fällt einem selbst zwar schwer, wenn der eigene Hund eben nicht zuchttauglich ist, da der eigene Hund ja meist “der beste” ist, aber wenn er zuchtausschließende Mängel hat, ist der Grundgedanke der Förderung und Erhaltung einer Rasse nicht mehr gegeben.

Haltung und Aufzucht

Ein Teil unserer Hunde wohnen draußen, der Rest im Haus. Alle zusammen dürfen tagsüber, solange das Wetter nicht zu nass oder kalt ist, den ganzen Tag in dem festeingezäunten Freilauf verbringen. Vom Fenster aus kann ich oft nicht genug vom Zusehen bekommen. Im Sommer liegen sie oft nur rum, doch häufig kann man die lustigsten Spiele beobachten. Die Aufzucht der Welpen beginnt in der Wurfkiste in unserem Welpenzimmer. Dort kann die Mutterhündin alles vom Familiengeschehen mitbekommen, hat aber in der ersten Zeit ihre Ruhe. Im Welpenzimmer werde ich in den ersten Wochen ebenfalls die Nächte verbringen, um sicherzustellen, dass Unregelmäßigkeiten sofort bemerkt werden können. Sobald die Welpen beginnen, ihren Lebensraum zu erforschen, wird die Wurfkiste erweitert, so dass sie bereits früh die Möglichkeit haben, ihre Hinterlassenschaften außerhalb der Schlafstätte zu entsorgen, wenn die Mutter nicht schnell genug zur Stelle ist. Wenn die Kleinen anfangen richtig aktiv zu werden ziehen sie um in den ehemaligen Stall. Dieser ist direkt am Haus angebaut. Dort haben wir ein Räumchen für die Welpen abgetrennt von dem aus sie direkt in den eigenen Welpenauslauf gelangen können. Dort ist dann genug Spielzeug vorhanden, um sich richtig auszutoben. Sobald wie möglich werden die Welpen gemeinsam mit ihren Geschwistern kleine Ausflüge in Wald und Feld unternehmen. Außerdem lernen sie unseren Fuchs-Zoo, viele verschiedene Menschen und das Autofahren kennen, bevor sie zu ihren neuen Besitzern wechseln. Wir versuchen die Welpen mit möglichst vielen Alltagssituationen zu konfrontieren, denn eine gute Aufzucht ist der Grundstein für einen wesensfesten und sozialen Hundepartner.

Motivation Hundesport

Im normalen Alltag werden unsere vierbeinigen Hausgenossen wenig gefordert. Wenn man berufstätig ist und dadurch viel außer Haus, beschränkt sich die Aktivität des Hundes auf die Spaziergänge. Am Wochenende bleibt eventuell mehr Zeit für größere Touren. Um den Hund ausreichend zu beschäftigen, eignen sich die verschiedenen Hundesportarten, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. In Deutschland gibt es unter anderem folgende anerkannte Sportarten: Vielseitigkeitssport, Turnierhundesport, Agility, Obedience, Rettungshundesport und das Jagdhundewesen. In diesen verschiedenen Bereichen werden gemeinsam mit dem Hund in einem Verein die nötigen Übungsstunden absolviert und bei Eignung und Bedarf die möglichen Prüfungen abgelegt. In erster Linie zählt, dass die Sportart für Hundeführer und Hund geeignet ist und beiden Spaß macht. Nur dann stellt sich Erfolg und Zufriedenheit ein. Für den Hundeführer stellt das Vereinsgeschehen eine angenehme Athmosphäre dar. Für den Hund ist es schön, wenn er im Training oder auf Wettkämpfen andere Artgenossen trifft und den ein oder anderen Spielgenossen findet. Die körperliche und geistige Auslastung des Hundes bei Ausübung von einer oder mehrerer Hundesportarten führt zu einem entspannteren Zusammenleben mit dem Vierbeiner. Außerdem fördert man die Alltagstauglichkeit des Partner Hund sowie die Bindung zwischen Mensch und Tier.

Auch meine eigenen Hunde machen nach absolvierter Trainingssequenz einen zufriedenen Eindruck. Natürlich brauchen sie auch ausgelassene Spaziergänge bei denen sie einfach nur Hund sein können. Aber die “Kopfarbeit” darf nicht vernachlässigt werden. Gerade bei den Gebrauchshunderassen entstehen Verhaltensauffälligkeiten oder vom Menschen unerwünschtes Verhalten durch mangelnde Beschäftigung und zu wenig körperlicher Auslastung. Diesem beugt die Betätigung im Hundesport vor außerdem ist sie für den Hundeführer ebenfalls eine gute Abwechslung vom Berufsalltag.